Einleitung:

Nahezu jede Kultur glaubt an die Existenz einer Seele. Jeder Mensch hat einen Körper und eine Seele. Ein Tattoo symbolisiert den Körper und die Seele jedes einzelnen wieder. Das Schwarze steht für die Seele und das Weisse für den Körper. Die beiden Enden des Tattoos scheinen unendlich ineinander verschlungen zu sein. Aber für die Seele gibt es eine Grenze, denn sie ist im Körper gefangen, so verschlingt sich der Körper mehr und mehr in der Seele. Man mag denken, dass der Körper hier begrenzt sein mag, aber das ist nicht wahr. Der Körper hat kein Ziel, denn er kann sich unendlich in der Seele verschlingen, wobei er kleiner und kleiner wird, in alle Zeiten. Das ist die Interpretation eines Tattoos. Es gibt Körper und Seele und keines kann ohne das andere existieren. Viele ursprüngliche Stämme verwendeten Tätowierungen in Ritualen: für geistige Führung, um Wetter zu erbitten, für die Jagd usw. Dies ist die Interpretation eines Stammesrituals, ein Tanz für den Sonnengott.

Geschichte:

In jeder Kultur und zu jeder Zeit verspürten die Menschen den Drang sich selbst zu dekorieren. Perlen, Federn, Steine und Farben wurden benutzt um die Schönheit eines Menschen zu betonen und das andere Geschlecht anzulocken. Das Tätowieren ist die älteste Methode. Dies diente jedoch nicht nur den genannten, sondern auch medizinischen und rituellen Zwecken. In manchen Teilen der Welt wird es noch immer als Erkennungsmerkmal verwendet und gibt Auskunft über den Träger - welchem Stamm er/sie angehört, über den Sozialen- und den Familienstand usw. Die ersten Tätowierungen haben vor rund 40 000 Jahren das Licht der Welt erblickt. Der sog. Eismann (Ötzi), der in den Alpen vor einigen Jahren gefunden wurde, weist ebenfalls Tätowierungen an bestimmten Stellen des Körpers auf, welche möglicherweise eine magische oder medizinische Bedeutung hatten.

Technik:

Was ist eine Tätowierung? Es gibt 2 Arten von Tätowierungen, die heute üblich sind. In der westlichen Kultur ist das Farbtattoo, das aus dem südpazifischen Raum stammt, verbreitet. Die andere Art der Tätowierungen sind die aus Afrika stammenden Narbentätowierungen. Narbentätowierungen sind eine alternative Methode zu den Farbtätowierungen, die in Afrika entstand, da die z.T. tiefschwarze Haut der Afrikaner nicht zur Farbwiedergabe geeignet ist. Man schneidet Muster in die Haut und reibt Asche oder Kräuteressenzen in die Haut um ein besseres Ergebnis zu erzielen. Die Wunde wird wieder geöffnet und zu einer leichten Infektion gebracht, um den Heilungsprozess zu verzögern un die Narbe wulstiger werden zu lassen. 1774 kehrte James Cook nach einer Weltreise nach Europa zurück. Er brachte Prinz Omai aus Tahiti mit. Omai war am ganzen Körper tätowiert und er wurde Wissenschaftlern und Ärzten gezeigt und der gehobenen Gesellschaft vorgestellt. Das Wort 'Tattoo' kommt von dem charakteristischen Geräusch wenn die Nadel die Hautoberfläche trifft (bei rituellen oder altertümlichen Methoden).

Verschiedene Arten von Motiven:

Seemannstätowierungen: Herzen mit Symbolen, Glaube, Liebe & Hoffnung, Frauen und Rosen

Stammesmuster (Tribals): Schwarze abstrakte Muster, Pflanzen und Tiere

Indianische Muster: Perlen, Bänder, Federn, indianische Gesichter und Schilde

Alte Skandinavische Muster: Wikingerhelme, Wikingerschiffe, Runen , Asengötter und Charaktere

Keltische Muster: Arm- und Fussbänder

Realistisch: Tiere und Menschen