Eine Aktion des Tattooverbandes D.O.T
(Deutsche Organisierte Tätowierer)
 
 
Achte bei der Wahl deines Tätowierers darauf, daß er hygienisch arbeitet!
Klingt einfach, aber der Teufel steckt wie immer im Detail. Was heißt denn hygienische Arbeitsweise genau? Welche Arbeitsschritte mit welchem Arbeitsmaterial sollte der Tätowierer einhalten, damit ein Maximum an Sicherheit für den Kunden und ihn selbst erreicht wird? Und um die Sache noch etwas zu komplizieren, muß man noch anmerken, daß der von uns beschriebene Weg nicht der Weisheit einziger Schluß ist, sondern es durchaus noch Alternativen gibt, die genauso hygienisch sind. Wichtig dabei aber ist ein Grundprinzip:
Es sollte niemals ein direkter oder indirekter Berührungspunkt zwischen zwei Kunden durch Verwendung der selben Materialien hergestellt werden, es sei denn, diese wurden in der Zwischenzeit sterilisiert.
 
  • Zum Sterilisieren verwendet der Tätowierer einen Sterilisator oder Autoklaven, die mittels Heißluft oder unter gespanntem Wasserdampf die Krankheitserreger vernichten (sowohl Bakterien als auch Viren werden abgetötet).
  • So sterilisierte Nadeln und Griffstücke werden zwischen den Kunden immer gewechselt!
  • Bevor der Tätowierer mit der Arbeit anfängt, sollte er ein frisches Paar Einweghandschuhe anziehen, die er immer dann wechselt, wenn er andere Dingen anfaßt, als das vorbereitete (Einweg- oder sterilisierte) Arbeitsmaterial.
  • Die Farben werden in Einwegnäpfchen geschüttet und eventuell in eine zu sterilisierende Halterung gestellt. Eine Anzahl Papiertücher werden von der Küchenrolle abgerissen und liegen griffbereit auf der Ablage.
  • Bevor der Tätowierer mit der eigentlichen Arbeit anfängt, wird er die betreffende Stelle mit einem Einwegrasierer von Haaren befreien, säubern, und mit einer Holzspatel oder frischen Einweghandschuhen die Vaseline auf die Haut auftragen.
  • Die mit Nadeln und Griffstücken versehene Tattoomaschine wird mit einem Clipcord verbunden, das in Plastik eingepackt ist. Bei Farbwechsel und nach Gebrauch werden Nadel und Griffstück in einem Plastikbecher gereinigt, der in einem Ultraschallgerät steht. Beim Farbwechsel ist der Becher mit destilliertem Wasser gefüllt, nach Beendigung des Tattoos wird ein chemisches Desinfektionsmittel zugegeben. Der Ultraschall klopft die Nadeln mittels Wellen sauber, was aber nichts mit einer Sterilisation zu tun hat. Das zugegebene Desinfektionsmittel ist lediglich ein zusätzlicher Schutz, ersetzt aber auf keinen Fall den Sterilisator.
  • Der Tätowierer wird immer wieder einmal die Hautfläche säubern. Dabei wird eine Sprühflasche benutzt, die zur Sicherheit in einer Plastikhülle gesteckt wird. Das die Flasche umhüllende Plastik wird der Tätowierer wegschmeißen, genauso wie die Näpfchen. Auf jeden Fall dürfen niemals die Farbreste beim nächsten Kunden wieder verwendet werden.
 

Zum Sterilisieren verwendet der Tätowierer einen Sterilisator (1) oder Autoklaven, die mittels Heißluft oder unter gespanntem Wasserdampf die Krankheitserreger vernichten (sowohl Bakterien als auch Viren werden abgetötet). So sterilisierte Nadeln (2) und Griffstücke (3) werden zwischen den Kunden immer gewechselt ! Bevor der Tätowierer mit der Arbeit anfängt, sollte er ein frisches Paar Einweghandschuhe (4) anziehen, die er immer dann wechselt, wenn er andere Dinge anfaßt als das vorbereitete (Einweg- oder sterilisierte) Arbeitsmaterial.

Die Farbe/n wird/werden in Einwegnäpfchen (5) gefüllt und eventuell in eine zu sterilisierende Halterung gestellt. Eine Anzahl Papiertücher werden von der Küchenrolle (6) abgerissen und liegen griffbereit auf der Ablage. Bevor der Tätowierer mit der eigentlichen Arbeit anfängt, wird er die betreffende Stelle mit einem Einwegrasierer (7) von Haaren befreien, säubern und mit einem Holzspatel (8) oder frischen Einweghandschuhen die Vaseline (9) auf die Haut auftragen.
Die mit Nadeln (2) und Griffstücken (3) versehene Tattoomaschine wird mit einem Clipcord verbunden, das in Plastik eingepackt ist. Bei Farbwechsel und nach Gebrauch werden Nadeln und Griffstück in einem Plastikbecher gereinigt, der in einem Ultraschallgerät (10) steht.
 
Das Arbeitsmaterial des Tätowierers

Beim Farbwechsel ist der Becher mit destilliertem Wasser gefüllt, nach Beendigung des Tattoos wird ein chemisches Desinfektionsmittel zugegeben. Der Ultraschall "klopft" die Nadeln mittels Wellen sauber, was aber nichts mit einer Sterilisation zu tun hat.
Das zugegebene Desinfektionsmittel ist lediglich ein zusätzlicher Schutz, ersetzt aber auf keinen Fall den Sterilisator.
Der Tätowierer wird zwischendurch immer wieder einmal die Hautfläche säubern. Dabei wird eine Sprühflasche (11) benutzt, die zur Sicherheit in einer Plastikhülle steckt. Das die Flasche umhüllende Plastik wird der Tätowierer wegschmeissen, genauso wie die Farbnäpfchen. Auf keinen Fall dürfen die Farbreste beim nächsten Kunden weiterverwendet werden !

Wie schon eingangs erwähnt, ist der vorgezeichnete Weg einer, der zum Ziel führt. Wichtig ist, daß alle Gegenstände, die direkt und indirekt mit dem Kunden in Berührung kommen, entweder Einwegprodukte sind oder sterilisiert werden.