Um Schmerzen, unnötige Blutungen oder gar einen Kreislaufkollaps zu vermeiden, sollte man vor dem Tattoo-Termin einige Dinge beachten:

Kein Sonnenbad!
Man sollte die Hautpartie, die tätowiert werden soll, mindestens drei Monate nicht der Sonne oder einem Solarium aussetzen.
Die UV-Strahlen erweitern die Hautporen, sodass man beim Tätowieren deutlich mehr blutet. Das führt dazu, dass die Farbe, die der Tätowierer mit der Tätowiermaschine in die Haut sticht, immer wieder herausgespült wird. Er muss deshalb häufiger über die Haut fahren, was auf Dauer umso schmerzhafter ist.

Keine Medikamente!
Man sollte mindestens eine Woche vorher keine Medikamente zu sich nehmen. Einige Arzneimittel (Aspirin oder ASS) wirken beispielsweise blutverdünnend, sodass man beim Tätowieren mehr blutet.

Keine Drogen!
Man sollte mindestens eine Woche vorher keine Drogen zu sich nehmen. Abgesehen davon, dass der Drogenkonsum – egal welcher Art, ob chemische Tabletten zum Schlucken oder natürliche Kräuter zum Rauchen - in Deutschland verboten ist, wirken diese bekanntlich bewusstseinserweiternd. Man wird die Schmerzen des Tätowierens also viel empfindlicher wahrnehmen als im nüchternen Zustand. Zudem ist die erhöhte Gefahr eines Kreislaufkollapses gegeben.

Kein Alkohol!
Man sollte mindestens einen Tag vorher keinen Alkohol trinken. Abgesehen davon, dass es für den Tätowierer höchst unangenehm ist, bei der Arbeit ständig von einer bitteren Alkoholfahne umwölkt zu werden, sind die Blutgefäße durch den Alkohol stark erweitert. Man blutet also stärker als sonst. Aus der Tätowierarbeit wird dadurch schnell eine "mächtige Sauerei".

Noch ein Hinweis für Leute, die an Hämophilie, der Bluterkrankheit leiden:
Betroffene, die mit schwer stillbaren Blutungen auf kleinste Verletzungen reagieren, sollten auf eine Tätowierung verzichten. Denn sie fügt der Haut über eine größere Fläche jede Menge kleinerer Verletzungen zu, bei denen auch Blut austritt. Wer nur ein sehr kleines Tattoo plant, sollte auf jeden Fall vorher seinen Arzt aufsuchen und sich ein Gerinnungsmittel geben lassen. Dies kennen die meisten, die an dieser Krankheit leiden, ja bereits von Zahnarztbesuchen.


Tip......zur Pflege eines frischgestochenen Tattoos:
- Nach ca. 2 Stunden sollte man die Folie entfernen und mit Wasser (oder PH-neutraler Seife) vorsichtig und nur kurz waschen. Danach mit der Creme, die man eventuell von dem Tätowierer mitbekommen hat, vorsichtig eincremen. Ansonsten kann man z.B. die Bepanthen Wund-und Heilsalbe dafür verwenden.
- Diesen Vorgang sollte man mindestens 3 mal täglich innerhalb der nächsten 2 Wochen wiederholen.
- Während des Abheilens entsteht ein Juckreiz - das ist ok. Achtung - auf keinen Fall kratzen. Auch die Kruste die entstehen kann, bitte nicht abkratzen. Sonst könnte man das Tattoo beschädigen.
- Für 4 Wochen sollte man das Tattoo vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. Kein Solarium! Auch danach sollte man ausreichend Sonnenschutzcreme gegen die UV-Strahlung auftragen, am besten einen Sunblocker.
- Auch keine Sauna, Chlorbäder und Schwimmhallen, bevor das Tattoo nicht verheilt ist.